Piercingschmuck - Mögliche gesundheitliche Auswirkungen

 

 

An Akupunkturpunkten angebrachte Piercings können einen „Störherd“ verursachen, so dass Akupunktur-Behandlungen nicht mehr wirken oder eine zunächst vorhandene Wirkung nur kurze Zeit anhält.

Die Akupunkturpunkte, die an sogenannten Hauptleitbahnen (Hauptmeridianen) liegen, sind besonders sensibel. Dazu gehören u. a. die Akupunkturpunkte am Kopf. Allein 100 Akupunkturpunkte am Ohr spiegeln den gesamten Körper sowie seine Organe wieder. Nabelpiercings können einen Meridian unterbrechen, der exakt in der Körpermitte verläuft und durch den gesamten Körper bis zur Schädeldecke führt, bevor er über den Hinterkopf und den Rücken wieder abwärts führt.

 

Selbst nach Entfernung eines Piercings verbleiben oft Narben, die den natürlichen Energiefluss beeinträchtigen. Auf einer Seite einer Narbe kann der Energiefluss behindert sein, während auf der anderen Seite ein Energiestau entsteht. Akupunkteure gehen davon aus, dass Piercings zwar nicht zu einer Zerstörung von Akupunkturpunkten, wohl aber zu ihrer Verschiebung führen können. Piercings aktivieren zuweilen die zugehörigen Reflex-Zonen. Gewöhnlich geschieht dies jedoch nur beim Stechen selbst und in den Tagen nach der Behandlung.

 

Eine zu geringe Versorgung mit Energie kann zu Erkältungen, Blasen- und Kiefernhöhlenentzündungen, sowie zu Rückenschmerzen und Leistungsabfall führen. Als Symptome eines Energiestaus treten häufiger Herzrasen, hoher Blutdruck, Unterbauchschmerzen und Muskelverspannungen auf.

 

Wechselwirkungen zwischen Amalgamfüllungen und kopfnahem Silberschmuck sind möglich

 

Das für Zahnfüllungen genutzte Amalgam ist eine Legierung, die insbesondere aus den Schwermetallen Quecksilber und Silber besteht. Wechselwirkungen zwischen diesen Metallen können die Quecksilberauflösung beschleunigen und zu einer verstärkten Quecksilber-Aufnahme durch den Körper führen. Spannungen zwischen Amalgam-Füllungen und Silberschmuck machen sich bei Piercings bemerkbar, die am Kopf oder in der Nähe des Kopfes getragen werden. Patienten klagen dann oft über Schulterschmerzen, Nackenverspannungen und „laufende Nasen“.

 

Hautirritationen und Entzündungen

 

Die Körper mancher Personen reagieren insbesondere auf nickelhaltige Piercings allergisch. Nickelallergien machen sich durch Jucken, Hautrötungen und Bläschenbildungen bemerkbar.

 

Der Stichkanal, der beim Einfügen eines Piercings entsteht, ist zunächst eine offene Wunde, durch den infektionsauslösende Keime eindringen können. Daher kommt es bei der Anbringung eines Piercings auf Hygiene besonders an. Sind die Behandlungs-Instrumente nicht ordnungsgemäß sterilisiert, so besteht auch die Gefahr eine Hepatitis- oder HIV-Ansteckung.

 

Ist eine Piercing-Stelle vereitert, so kann sich der Infekt über das Blut im Körper ausbreiten und eine Blutvergiftung oder eine Herzklappen-Entzündung verursachen. An den eiternden Hautstellen können Gewebezerstörungen auftreten. Bei andauernder Vereiterung sollte das Piercing entfernt und die Piercing-Stelle desinfiziert werden. Nach dem Ausheilen ist bei Vorliegen einer Allergie ein Auswechseln des Piercings zu empfehlen.

 

Besonders häufig entstehen Infektionen bei Piercings, deren Stichkanal durch den Ohrknorpel verläuft, da Knorpelgewebe schlecht durchblutet wird. Ohrknorpel-Infektionen lassen sich recht schwer behandeln und erfordern zuweilen sogar einen operativen Eingriff. Manchmal muss sogar ein Teil des Ohres entfernt werden. Bei Genital-Piercings besteht das Risiko einer sich auf innere Geschlechtsorgane ausweitenden Entzündung.

 

 

Autor: Steffen Paetz

Steffen Paetz ist seit 2010 als professioneller Piercer im Berliner Studio von
www.piercingline.com tätig. Seitdem hat er ca. 9000 Piercings gestochen und sich eine feste Stammkundschaft erarbeitet. Er ist zudem örtlicher Ansprechpartner in gesundheitlichen Fragen zu den Themen Entzündungen  durch Piercings und Wundheilung.

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