Ernährungsberatung - worauf es ankommt

Die richtige Ernährung erhält uns gesund und bei guter Laune. So viele Pillen kann man nicht schlucken, wie eine gesunde Ernährung maßgeblich am Wohlbefinden beteiligt ist. Nur wo fängt eine gesunde Ernährung an und wo hört sie auf. Eine Vielzahl von Angeboten in Supermärkten lassen uns manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Das richtige Motto ist: Konzentration auf das Wesentliche. Wie das funktioniert zeigt ihnen der folgende Artikel:

Ernährungsberatung - worum geht´s?

Die wichtigste Frage zum Beginn einer Ernährungsberatung ist die Frage worum es geht. Menschen kommen aus unterschiedlichsten Gründen zur Ernährungsberatung. Die einen wollen Gewicht abnehmen, andere möchten ihre sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Fettstoffwechsel und Arteriosklerose in den Griff bekommen. Unterschiedlichste Magen-Darm-Beschwerden, chronische Entzündungen und Schmerzen im Bewegungsapparat oder Müdigkeit und ADHS bei Kindern können ursächlich mit der Ernährung verbunden sein.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

Bei chronischen Entzündungen, Magen-Darm-Beschwerden, ADHS und Müdigkeit spielen oft Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine Rolle. Oft sind durch den Arzt schon sogenannte IgE-Tests (Sofortreaktionen auf Nahrungsmittel) bzw. Pricktests (Hauttests) vom Hausarzt oder Internisten durchgeführt – ohne Ergebnis. Weitaus häufiger sind Reaktionen auf Nahrungsmittel vom verzögerten Typ (innerhalb 8 bis 72 Stunden), sogenannte  IgG1 bis IgG4 vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die oft übersehen werden und von den Betroffenen wegen der verzögerten Reaktion nicht richtig zugeordnet werden können. Vor allem glutenhaltige Getreide, Milchprodukte, Eier und Nüsse fallen in diesen Tests immer wieder negativ auf. Weitere Tests beziehen sich auf Schwächen im enzymatischen System, z. B. Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz und Histaminintoleranz. Bei einer Vielzahl von Reaktionen ist es eine Herausforderung für die Ernährungsberatung den Betroffenen ein praktikables Ernährungskonzept zu bieten. Was kann ich denn noch essen und was mache ich, wenn ich eingeladen bin sind häufige und berechtigte Fragen. Trotz Einschränkungen soll Essen nach wie vor Spaß machen.

Leaky gut

Wird der Darm durch unverträgliche Nahrungsmittel ständig gereizt kann ein sogenanntes Leaky gut, durchlässiger Darm entstehen. Die Darmschleimhaut wird durchlässig für Nahrungseiweiße, die in die Blutbahn gelangen können und dort vom Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem beginnt Antikörper gegen diese Eiweiße zu entwickeln. So entstehen immer mehr Unverträglichkeiten auch gegen Nahrungsmittel, mit denen der Körper ursprünglich kein Problem hatte. Mit geeigneten Probiotika und Nahrungsergänzungen zum Aufbau der Darmschleimhaut sowie einer Karenzzeit für bestimmte Nahrungsmittel kann sich der Darm wieder regenerieren.

Lebensmittelzusatzstoffe

Die Frage, warum immer mehr Menschen auf Nahrungsmittel reagieren, lässt sich ganz leicht beantworten, liegt sozusagen auf der Zunge. Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, ob ihr Bäcker seine Backmischung noch selbst herstellt? Wenn nein, wie viele Zusatzstoffe sind in der Backmischung enthalten, 50, 100, 150? Wenn Sie von letzterer Zahl ausgehen stellen sie sich mal die Frage, ob ihr Körper genetisch dazu ausgelegt ist nach tausenden von Jahren Evolution innerhalb von kürzester Zeit eine Vielzahl von neuen Stoffen zu adaptieren. Genauso verhält es sich mit Fertigprodukten, die nicht nach dem Gesichtspunkt Verträglichkeit designed werden sondern nach Aussehen, Geruch, (künstlichem) Geschmack, Sensorik. Eine gute Ernährungsberatung sollte eine Sensibilisierung der Betroffenen auf Lebensmittelzusatzstoffe und Lebensmittelkennzeichnung beinhalten.

Stoffwechseltyp - welcher Typ bin ich?

Es gibt Menschen, die laufen an einer Bäckerei vorbei und haben alleine schon durch das Betrachten der Auslagen ein Kilo mehr auf den Rippen. Andere gehen in die Bäckerei kaufen drei Brötchen und haben alleine schon durch das Hinein- und Hinausgehen so viele Kalorien verbrannt, dass sie problemlos die drei Brötchen essen können ohne zuzunehmen. Die Welt ist ungerecht…

 

So unterschiedlich wie die Menschen sind, so individuell muss auch die Ernährungsberatung sein. Es gibt Menschen die gute Kohlenhydrate-Verbrenner sind, andere sind gute Eiweiß-Verbrenner oder Mischtypen. Das muss die Ernährungsberatung berücksichtigen.

Die drei Säulen der Ernährung: Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette

Vor allem bei dem Thema Gewicht abnehmen  und Diabetes lohnt sich der Blick auf die Lebensmittelgruppen. Die Kohlenhydrate sind im Gegensatz zu den Eiweißen und Fetten die einzige Gruppe, die den Insulinspiegel ansteigen lässt. Ein hoher Insulinspiegel ist immer mit Gewichtszunahme vergesellschaftet. Bei Problemen mit dem Kohlenhydratstoffwechsel sollten die Kohlenhydrate reduziert werden bzw. durch Kohlenhydrate, die den Insulinspiegel langsam anfluten, ersetzt werden.

Ernährungsberatung: Die Menge macht´s

60-80 g Eiweiß entsprechen dem täglichen Bedarf eines Erwachsenen. Die Realität sieht anders aus. Der tägliche Verzehr liegt bei 120 g Eiweiß pro Tag. Das kann zu einer Übereiweißung und Übersäuerung führen mit chronisch schleichenden Entzündungen und Schmerzen im Bewegungsapparat. Also Schnitzel wie Elefantenohren adé, machen sie anstelle einfach die Gemüse- oder Salatportion etwas größer.

Ernährungsvorlieben: vegetarisch oder vegan

Viele Menschen haben den Wunsch sich ethisch korrekt zu ernähren bzw. möchten sich nicht mit in der Tierhaltung üblichen Hormon- und Antibiotikagaben kontaminieren. Diese Ziele sind sehr löblich. Zu beachten ist dabei, dass trotzdem genügend Eiweiße zugeführt werden. Eine häufige Beobachtung ist der verstärkte Konsum von Kohlenhydraten anstelle von Eiweißen, was manchen Menschen überhaupt keine Probleme bereitet, andere wiederum schaffen sich dadurch ein Stoffwechselproblem mit Gewichtszunahme. Die Ernährungsberatung hat zum Ziel eine Bilanz zu ziehen zwischen Eiweißen und Kohlenhydraten und wichtige Eiweißquellen aufzuzeigen.

Bewegen und entschlacken

Auch das gehört dazu. Der Mensch ist auf Bewegung ausgelegt und oft ist das Geheimnis einfach nur für sich die Bewegung als wohltuend wieder neu zu entdecken. Bewegung ist die beste Möglichkeit zu entschlacken neben anderen ausleitenden Verfahren wie Sauna, Wechselduschen und Bürstenmassagen.

 

© HP A. Vietense 2015

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