Nebennierenschwäche - Chronische Müdigkeit, was nun?

 

Nebennierenschwäche – wenig diagnostiziert – gerne behandelt?

 

Wenn Sie eine Nebennierenschwäche entwickeln bemerken Sie unter anderem eine unerklärliche Müdigkeit, vermehrt Infekte, Depression bis hin zu  Angst- oder  Panikattacken, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Gewichtsveränderungen oder andere hormonelle Störungen.

 

Oft werden die Ursachen in der Psyche vermutet und daraufhin Psychopharmaka verschrieben, dabei ist eine ursächliche Behandlung viel zielführender als den Körper zusätzlich mit Medikamenten zu belasten.

Mögliche Zeichen einer Nebennierenschwäche

 

Während sich die klassische Nebennierenschwäche (Morbus Addison) durch bestimmte Symptome wie bräunliche Verfärbung der Haut bemerkbar macht kommt die subakute Form der Nebennierenschwäche (Non-Addison) dezenter durch die Tür und lässt sich nicht direkt abgrenzen von anderen Erkrankungen. Die Nebennierenschwäche, auch unter den Begriffen Burnout, Adrenal Fatigué, chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) bekannt, findet sich im Zusammenhang mit

 

folgenden Erkrankungen:

 

  • Allergien
  • Chronische Infekte
  • Übergewicht / Adipositas
  • Depression
  • Hormonstörungen (Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahre)
  • Fibromyalgie
  • Migräne
  • ADS / ADHS
  • Chronische Entzündungen
  • Halswirbelsäulensyndrom
  • „Sickness-Behavior“

und Symptomen:

 

  • Stress-Intoleranz
  • Müdigkeit, vor allem morgens und nachmittags
  • Zum Teil unerklärliche Gewichtszunahme
  • Konzentrationsstörungen und verminderte Merkfähigkeit
  • Schmerzen im Schulter-Nackenbereich mit oder ohne Bewegungseinschränkung
  • Unklare Magen-Darm-Beschwerden
  • Unklare Lymphknotenschwellungen
  • Verminderte Belastbarkeit bei körperlichen Aktivitäten
  • Herzklopfen und Zittern
  • Hypoglykämie (Unterzuckerung)
  • niedrige Körpertemperatur

Häufige Ursachen der Nebennierenschwäche

 

Die Nebennierenschwäche wird vor allem durch lange anhaltenden Stress induziert. Wenn die Bilanz zwischen Stress und Ruhephasen schlecht ausfällt, der Körper an seine Reserven muss, wird zunächst der Cortisol-Spiegel (Cortisol ist das Stresshormon der Nebennieren) steigen bis sich der Spiegel schließlich erschöpft. Das kann einige Zeit dauern, denn der Körper kann Einiges wegstecken. Kommen weitere Faktoren hinzu, z. B. Krankheit, Eheprobleme, Verlust oder Wechsel des Arbeitsplatzes, Tod eines geliebten Menschen, Schichtarbeit kann der Körper es nicht länger kompensieren.

 

Neben den üblichen Stressoren gibt es weitere Faktoren, die zu einer Nebennierenschwäche führen können:

  • Chronische Infektionen, z. B. mit dem Epstein-Barr-Virus
  • Chronische Entzündungen und Schmerzen
  • Ernährungsfehler (hoher Zuckerkonsum, viel Weißmehlprodukte, wenig Obst und Gemüse)
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Malabsorption, Leaky gut und Dysbakterie
  • Mangelnder Rhythmus hinsichtlich Schlaf, Ernährung, Anspannung und Entspannung
  • Traumata, Ängste und Schuldgefühle
  • Übermäßiger Sport
  • Toxinbelastungen und Entgiftungsstörungen

Diagnostik der Nebennierenschwäche

 

Wenn Sie das Gefühl haben, bei Ihnen könnte eine Nebennierenschwäche vorliegen gibt es folgende Möglichkeiten der Diagnostik:

 

1. Die wichtigsten Hormone sind das Cortisol und das DHEA, das Cortisol kann auch im Tagesverlauf gemessen werden, um eine genauere Abbildung über den Tagesspiegel zu erhalten, da Cortisol morgens am höchsten sein sollte. Die Messung sollte im Speichel erfolgen, da im Speichel die freien, uns zur Verfügung stehenden Hormone gemessen werden, anders als im Blut mit hauptsächlich gebundenen Hormonen.

 

2. Ein noch vollständigeres Bild wird erreicht durch die Untersuchung des Gleichgewichts von exzitatorischen (anregenden) Neurotransmittern wie Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Glutamat und Histamin und inhibitierenden (hemmenden) Neurotransmittern wie Serotonin, GABA, Glycin und Taurin im zweiten Morgenurin.

 

3. Da das hormonelle System wie ein Perpetuum Mobile funktioniert ist bei entsprechender Indikation auch die Untersuchung der Sexualhormone Östradiol, Progesteron und Testosteron im Speichel sinnvoll.

 

Bei Verdacht auf eine chronische Infektion als Hintergrund der Beschwerden kann ein Lymphozytentransformationstest nachweisen, ob das Immunsystem sich aktuell mit einem Erreger auseinandersetzt. Herkömmliche Laboruntersuchungen fallen oft negativ aus.

 

Zu denken ist auch an chronische Entzündungen, die durch Nahrungsmittelintoleranzen, Zahnherde oder Schwermetallbelastungen unterhalten werden. Nahrungsmittelintoleranzen lassen sich durch einen Blut- oder Speicheltest nachweisen. Schwermetallbelastungen werden durch Provokation mit EDTA-DMSA im Urin (Chelat-Therapie) festgestellt.

 

Auch die Vitalfeldanalyse von Global Diagnostics, ein Messverfahren aus der bioelektronischen Funktionsdiagnostik, gibt Auskunft über aktuelle Belastungen.

 

Therapie der Nebennierenschwäche

 

In der Therapie der Nebenniere braucht es Geduld, bis die Nebenniere sich wieder erholt und vor allem müssen die auslösenden Stressoren beseitigt werden. Während die äußeren Stressoren nach dem Motto „take it, leave it or change it“ moderiert werden können, was sich einfacher anhört als es manchmal ist, sind die inneren Stressoren subtiler und nicht unbedingt einfach zu erkennen und zu behandeln. Mit inneren Stressoren sind die inneren Bilder, der interne Kommentator, der Stress gemeint, den wir uns selbst machen. Hier spielen Prägungen aus der Kindheit, Konflikte und Traumata eine große Rolle. Hier hat sich die Farbakupunktur nach Peter Mandel als ein nützlicher Helfer herausgestellt an diese Themen heranzukommen.

 

Eine Änderung der Lebensführung mit ausreichend Schlaf (vor Mitternacht!), gesunder Ernährung, frischer Luft und Bewegung ist unabdingbar für die Therapie der Nebennierenschwäche. Die Ernährung sollte aminosäurereich, kohlenhydratreduziert, biologisch, antiallergen und nährstoffreich sein. Wahre Kraftpakete sind zum Beispiel grüne Smoothies, die sehr einfach selbst hergestellt werden können.

 

Die Therapie der Nebennierenschwäche erfolgt mit Aminosäuren, Vitaminen, Fettsäuren, Pflanzenextrakten und natürlichen Hormonen. Die intravenöse Therapie ist effektiver wenn die Wirkstoffe über den Darm aufgrund einer Malabsorption nicht richtig aufgenommen werden. Bei chronischen Infekten vor allem viraler Herkunft hat sich die Mikroimmuntherapie bewährt, bei chronischen Belastungen mit Pilzen, Bakterien und Parasiten kommen ozonisierte Öle mit Pflanzenextrakten zum Einsatz. Für chronische Entzündungen stehen allerlei Wirkstoffe aus der Pflanzenapotheke zur Verfügung, wie z. B. Curcuma und Weihrauch. Die Ausleitung von Schwermetallen erfolgt vorzugsweise mit DMSA und EDTA (Chelat-Therapie) mit Unterstützung von Vulkangesteinen und Algen.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, das bei Ihnen eine Nebennierenschwäche vorliegt, nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, damit Sie schrittweise – ohne Überforderung – die richtigen Impulse setzen können.

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Kommentare: 3
  • #1

    Menzer waltraut (Dienstag, 08 September 2015 17:14)

    Vielen Dank, dass hat mir sehr viel weiter geholfen. Wurde über Jahre wegen Depressionen behandelt ohne wirkliche Besserung

  • #2

    kaya tugrul (Freitag, 16 Dezember 2016 14:01)

    Mich interessiert die intravenöse und die mikroimmunologische therapie.
    Was würden sie mir denn raten? Habe candida seit ich denken kann. Zucker oder ähnliches ist tabu. kaffe schw. tee oder aktivierende tees nein. Kohlenhydratreiches auch. Nudeln sogar vollkorn geht auch nicht.Reis auch tabu. Esse nur kartoffeln oder fritten mit kokosöl. Morbus meulengracht. Gehe von epstein barr virus aus wegen herpes immer wieder wenn k.o.
    die intravenöse und mikroimmunologidche therapie.... was snd die inhaltsstoffe? Preis? wie lange einnehmen?
    Danke für ihre mühe
    kaya

  • #3

    Alexandra Vietense (Montag, 19 Dezember 2016 14:42)

    Bei einer hartnäckigen Belastung mit Candida teste ich zunächst auf Schwermetallbelastung, denn der Candida Pilz bindet die Schwermetalle. Dann zunächst die Schwermetalle ausleiten mit Chelat-Therapie und dann erst die Pilze therapieren mit verschiedenen Pflanzenextrakten. Die Mikroimmuntherapie hat das Präparat 2L-EBV gegen den Epstein-Barr Virus, Einnahme mind. ein halbes Jahr, kosten ca. 45 € pro Monat. Eine Chelat-Therapie kostet ab 85 € pro Ausleitung. Alle Infos natürlich vorbehaltlich eines Patientengesprächs, das jeder Therapieempfehlung voranzustellen ist.

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